Pflanzenverwendung

Was pflanze ich wo und in welche Kombination? Welche Pflanze passt zu mir und meinem Garten? Und wieviel Arbeit macht das? Für Stauden, aber noch mehr für Gehölze, ist es unabdingbar, diese Fragen vor der Pflanzung zu beantworten.

Wuchsform und -höhe

Ein Beet ist wie ein Gemälde - mit Vordergrund, Hintergrund, zentralen Elementen, Blickachsen und Farbgebungen. Dies sollte bei der Pflanzenverwendung immer mitgedacht werden. Denn die spezifische Höhe und die Wuchsform einer Pflanze geben ihr die entsprechende Wirkung im Zusammenspiel mit den umgebenden Pflanzen. Ein Bodendecker korrespondiert leidlich schlecht mit einer Großstaude und schlanke Formen wie Allium oder Tulpe gehen unter, wenn sie allein gesetzt werden.

Farbe und Blüte

Wenn wir das Beet als Gemälde verstehen, so sind die Farben das augenscheinlichste Element, um Wirkung zu erzielen. Doch nicht nur die Blüte, sondern auch die Blätter können eine enorme Vielfalt an Farben entwickeln. Panachiert, gestreift, rötlich oder facettenreich grün bieten sie vielfach die Möglichkeit, auch ohne Blüte Farbe ins Beet zu bringen. Bei den Blüten selbst ist es wichtig, auf grundlegende Harmonien zu achten, um keine Brüche und keine Unruhe in die Beetgestaltung zu bringen - es sei denn, diese sind gewollt und werden bewusst erzielt.

Struktur

Die großblättrige Hosta oder Gunnera wirkt gänzlich anders als ein filigranes Gras oder eine massiver Fingerhut. Phlox widerum bringt Lockerheit und Leichtigkeit ins Beet, ähnlich der Glockenblume oder dem Mohn. Der Habitus einer Pflanze, ihre Struktur und ihre Beweglichkeit im Wind tragen sehr stark zur Wirkung und zur Harmonie eines Beetes bei und werden häufig unterschätzt.

Saisonalität

Ein gut geplantes Beet bietet über einen möglichst großen Zeitraum im Jahr Struktur und Farbe. Dies gelingt jedoch nur, wenn jede Jahreszeit bedacht und Pflanzen entsprechend ihrer Saisonalität eingesetzt werden. Zwiebelpflanzen im Frühjahr, klassische Blühstauden im Sommer, Gräser im Herbst und immergrüne Elemente, wie Efeu, Buchs und Ilex im Winter. Die Kunst ist es, all die Elemente so zu setzen, dass sie sich zu jeder Zeit gut ergänzen und immer wieder neue Spannungsbögen im Beet schaffen.

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